Millennial-Investoren sind die treibende Kraft von Crowdfunding

Seit Crowdfunding seinen Ruhm erlangt hat (das geschah bereits 2009, hauptsächlich dank der Plattform Kickstarter), zieht diese Welt des Investierens uns alle an. Und besonders tun sich hier die Millennial-Investoren hervor, die laut Experten die Hauptkraft sind, welche das Wachstum des globalen Crowdfunding-Marktes stimuliert. Nach einigen Schätzungen machen Millennials im Jahr 2019 zwischen 30% und 40% aller Investoren aus. Dies ist jedoch nicht überraschend: Kleine und mittlere Unternehmen werden in der Regel auch von Millennials gegründet, und Crowdfunding ist eine großartige Möglichkeit, Kapital zu beschaffen.

Unabhängig davon, ob Sie auch auf diese Weise Kapital beschaffen oder traditionelle Mittelbeschaffungsmethoden bevorzugen, sind Millennials genau die Zielgruppe von Investoren, auf welche Sie sich bei der Förderung Ihres Projekts fokussieren müssen. Warum? Einfache Statistiken verdeutlichen es: Heute besteht die Mehrheit der Weltbevölkerung aus Menschen im Alter von 25 bis 40 Jahren. Indem Sie sich auf Millennials fokussieren, richten Sie sich an die mächtigste Investorengruppe der Welt. Diese Generation, die noch gestern als Teenager galt, wird bis 2030 von bis zu 20 Billionen Assets kontrollieren.

In diesem Artikel finden wir heraus, wer zu Millennials gehört, welche Eigenschaften sie haben, wie sie investieren und vor allem, wie man sie anziehen kann.

Wer sind Millennials?

Als Millennials bezeichnet man die Generation von Menschen, welche zwischen 1980 und 1995 geboren wurden. Man nennt sie so, weil sie an der Kreuzung zweier Epochen geboren wurden – des 20. und 21. Jahrhunderts. Ihr Hauptunterschied von anderen Generationen ist ihre Anpassungsfähigkeit und ihr Anhänglichkeit an Technologien. Die meisten Millennials hatten bereits in einem bewussten Alter (oder sogar in der Jugend) freien Zugang zu einem Computer, während ihre Eltern, die vorherige Generation Y, gezwungen waren, sich bereits im Erwachsenenalter an die Technologien anzupassen und infolgedessen eine weniger „flexible“ Denkweise haben.

Das Internet ist also ein wesentlicher Bestandteil des Lebens von Millennials. Die meisten von ihnen haben ihr eigenes Leben in der digitalen Welt, welche von der realen getrennt ist und manchmal sogar bevorzugt wird. Die Verfügbarkeit von WiFi ist für sie ein grundlegendes Bedürfnis, ähnlich wie Unterkunft und Essen in der Maslowsche Bedürfnispyramide. In der Regel verlassen sich Millennials in allen Bereichen ihres Lebens auf Technologien – von der Suche nach einem Date bis zum Kauf von Immobilien.

Wie verhalten sich Millennials beim Investieren?

Wenn wir über Investitionsgewohnheiten sprechen, so unterscheiden sich Millennials auch von früheren Generationen. Ihre Bedürfnisse werden nicht mit den traditionellen Geschäftsformen und klassischen Möglichkeiten befriedigt, sie streben nach höchster Rentabilität und investieren lieber in technologische Lösungen und Innovationen, welche die Lebensqualität der Menschen (auch ihre eigene) verbessern können. 

Was machen ältere Generationen, wenn sie investieren wollen? Sie kontaktieren ihren Broker und kaufen Aktien. Was machen Millennials in diesem Fall? Dafür benutzen sie gerne Tools der Online-Investitionen. Bei der Auswahl einer Investitionsmethode gehen sie von der Geschwindigkeit des Tools selbst und seiner Benutzerfreundlichkeit aus. Herkömmliche Methoden zur Mittelbeschaffung sind für sie zu umständlich und zeitaufwendig und daher weniger attraktiv. Anstatt persönlich in eine Firma zu gehen und entsprechende Dokumente zu sammeln, wählt ein Millennial ein paar Klicks. Frühere Generationen empfinden diese Art und Weise als unsicher, ihnen fehlt es hier an Garantien, aber Millennials fühlen sich sehr wohl dabei – das ist das Wichtigste für sie.

Laut einer Umfrage von Provoke Insights wird der künftige erweiterte Zugang zu Crowdfunding- und Asset-Übernahme-Möglichkeiten noch mehr Investitionen seitens Millennials anziehen. In der Regel sind sie in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität aufgewachsen und suchen daher nach allen Möglichkeiten, alternative Einkommensquellen zu schaffen, um ihre finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. Aus dem gleichen Grund sind Millennials ungeduldig und offen für alle Vorschläge. So waren 91% der Befragten von Provoke Insights an einem Teilbesitz von zuvor illiquiden Vermögenswerten wie privaten Start-ups, Immobilien, bildender Kunst und anderen interessiert, welche erst vor relativ kurzer Zeit in die Tokenisierung einbezogen wurden.

Wie treffen Millennials Investitionsentscheidungen?

Millennials wenden sich selten an Finanzberater, um Unterstützung und Informationen zu bekommen, selbst wenn diese mehr Erfahrung als Millennials selbst haben. Sie vertrauen nur ihren eigenen Instinkten, aber wenn sie dennoch Hilfe brauchen, wenden sie sich an ihre Altersgenossen, die ihre Werte teilen.

Millennials wurden auf dem Höhepunkt der technologischen Entwicklung geboren, umgeben von neuen Geräten und unglaublichen wissenschaftlichen Entdeckungen. Sie reagieren immer sensibel auf das, was in neuen Branchen geschieht. Millennials analysieren auch leicht die angebotenen Produkte und bestimmen buchstäblich „per Bauchgefühl“ ihre zukünftige Nachfrage auf dem Markt. Sie investieren nur in das, was sie selbst nutzen möchten. Das heißt, ihre Finanzierung spiegelt voll und ganz ihre eigenen Interessen und ihren Lebensstil wider. Beispielsweise investierten Millennials aus Kanada und aus den USA 2018 am meisten in IT- und Cannabisunternehmen.

Millennials erfüllen nicht nur ihre eigenen Bedürfnisse durch Investitionen, sondern denken auch über die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihrer Entscheidungen nach. Laut einem Bericht von Spectrem Group Research aus dem Jahr 2018 beziehen 52% der Anleger im Alter von 25 bis 40 Jahren soziale Verantwortung in ihre Auswahlkriterien ein.

Da Millennials ihre Investitionsentscheidungen meist alleine treffen, verlassen sie sich stark auf ihre analytischen Fähigkeiten. Solche Investoren recherchieren selbstständig Projekte und ihre Gründer. Sie verstehen die Risiken und berücksichtigen sie noch besser als frühere Generationen. Millennials haben jedoch auch ihre Schwächen – nicht umsonst werden sie als Generation „sofortiger Befriedigung“ bezeichnet: gewöhnt an das Konzept des „Hier-und-jetzt-Gewinns“ verstehen sie keine Vorteile langfristiger Investitionen.

Wie ziehen Sie also einen Millennial-Investor für Ihre Crowdfunding-Kampagne an? Zusammenfassend lassen sich folgende Empfehlungen formulieren:

  • Achten Sie darauf, wofür sich Ihre Millennials-Zielgruppe interessiert: Denken Sie daran, dass Millennials nur in das investieren, was sie persönlich nutzen möchten.
  • Bieten Sie Ihren Anlegern einen Teilbesitz einschließlich Tokenisierung.
  • Betonen Sie die soziale Verantwortung Ihres Unternehmens oder den sozialen Wert Ihres Projekts. Erklären Sie, wie Ihr Investorenkapital den Menschen oder der Welt hilft.
  • Berücksichtigen Sie die Ungeduld von Millennials und betonen Sie die Einzigartigkeit oder Einschränkungen Ihres Angebots.

Wenn Sie die Verhaltensgewohnheiten dieser Generation richtig einbeziehen, gewinnen Sie starke Investoren und können sich auf den stabilen Erfolg Ihres Projekts verlassen. Wer auf Millennials setzt, verliert nie, denn jetzt werden die Welt und die Crowdfunding-Branche von ihnen vorangetrieben.

 

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